ich war noch nie in der lüneburger heide. ich freue mich. endlich einmal die blühende heide sehen, denn ich mag das heidekraut besonders gern. ich steh total auf die verschiedenen satten lilatöne.

eigentlich heißt es, die heide blüht im august und september. also, entschied ich mich für das letzte september- wochenende, mit der festen überzeugung die heide steht in voller pracht, um einen kleinen tagesausflug zu machen.



du hast in der lüneburger heide zahlreiche anlaufpunkte, wo du deinen weg beginnen kannst. ich habe mich für den start in undeloh entschieden. ziel meines ausflugs samt fahrrad ist der sogenannte totengrund in wilsede.

undeloh kann man eigentlich mit wenigen worten zusammen fassen. grün, idyllisch, pferde, pferdemist und noch mehr pferde und pferdemist. einfach unfassbar wie viele kutschen hier ihren weg in die heide starten und wie gut das angenommen wird. es ist voll. reichlich reisebusse stehen auf dem parkplatz. kinder rennen umher, wanderer und räder kreuzen meinen weg. die kleinen lokalitäten im ort sind gut besetzt und auch die heidschnucken– spezialitäten werden an jeder ecke angepriesen. ich dagegen bin damit beschäftigt, dass meine reifen vom fahrrad nicht im pferdemist hängen bleiben. entschuldige, aber ich bin irgendwie kein großer pferdefreund und deshalb von den vielen pferden etwas geblendet.

lüneburger heide

von undeloh sind es quer durch die heide ca. 4,5 kilometer bis wilsede. wilsede ist ein autofreies gebiet und mit dem fahrrad recht schwerlich zu erreichen. überhaupt sind die wege in diesem abschnitt der lüneburger heide nicht wirklich gut gemacht, um mit dem fahrrad zu fahren. die zahlreichen wanderer auf dem weg machen einem das leben auch nicht wirklich leichter und reagieren teilweise sehr genervt, wenn sie fahrräder sehen. mein tipp; geh zu fuß oder setze dich in eine der zahlreichen kutschen.

wilsede. ein kleines uriges dorf mit super niedlichen reetgedeckten häusern, kleinen lokalen und einem kleinem museum. sogar eine „polizeistreife“ dreht hier regelmäßig ihre runden. auf pferden natürlich. was auch sonst. die beiden polizisten aus hannover und sind während der momentanen hauptsaison in wilsede stationiert.

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von wilsede sind es noch ca. 1 km bis zum totengrund. während des gesamten kilometers freue ich mich auf die aussicht, die der totengrund bieten soll. je näher ich dem ziel komme, desto mehr steigt die vorfreude in mir auf. was ich dann allerdings sehe, enttäuscht mich irgendwie etwas.

eine ältere dame vor mir bringt es auf den punkt; „die aussicht ist klasse. wenn jetzt nur noch die heide blühen würde, wäre es absolut perfekt!“.

einfach nur gemein! in diesem jahr lässt sie sich besonders viel zeit.  so schaue ich einfach auf viel grün.

kathleen by about leena in der lüneburger heide

etwas enttäuscht mache ich mich zurück richtung undeloh. auf meinem weg kreuzen mir noch die heidschnucken, zum anfassen nah, den weg. der schäfer erzählt; dass er die herde das ganze jahr über, mit seinen zwei hunden, durch die heide treibt. seit nunmehr 20 jahren macht er dies jetzt und schläft sogar draußen bei seinen schafen. verrückt einige menschen!

lüneburger heide lüneburger heide

fazit meines ausflugs: die lüneburger heide ist ein wahnsinnig tolles gebiet zum wandern und abschalten. je tiefer du in die heide gehst, desto weniger menschen begegnen dir auf dem weg. informiere dich am besten vorab über mögliche routen und wanderwege. verlaufen ist hier leicht gemacht.

auf jeden fall sollte man dies einmal gesehen haben und wer die natur liebt, der wird auch die lüneburger heide lieben.

alle bilder durch about leena
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